THE MEDIUM

THE MEDIUM (1947)

 

A Chamber Opera by Gian Carlo Menotti (1911-2007)

 

Eine Produktion von NEW HOPE OPERA

 

Regie: Nadine Hellriegel

 

“Wir kamen bis hierher.

Es ist vorbei.”

(Sylvia Plath)

 

 

In einem primitiven Kellerraum lebt Madame Flora mit ihrer Tochter Monica und ihrem stummen Adoptivsohn Toby. Um Geld zu verdienen wirkt Madame als Medium Baba. Ihre Spezialität ist der Kontakt zu verstorbenen Kindern ihrer Klienten. Die Séancen sind jedoch ein Schwindel, für den Sie auf die Mithilfe ihrer Tochter zurück greift.

Die Gobineaus erscheinen. Während der Séance glauben sie, in Monica ihre verstorbene Tochter Doodley wieder zu erkennen. Da schreit Baba entsetzt auf: eine eiskalte Hand habe ihr im Dunkeln an die Kehle gegriffen. Wütend wirft sie die Gobineaus hinaus.

Nach dem Vorfall mit der Hand wird Madame Flora von Stimmen gepeinigt. Sie hält Toby für den Täter…

 

Madame Flora

Corinna Meyer-Esche

Monica

Véronique Elling / Rebekka Reister 

Toby

Michael Gaschler 

Mrs. Gobineau 

Claudia Brandenburger /  Véronique Elling

Mr. Gobineau

Alexander Grimm / Henrik Giese

 

 

Musikalische Leitung

Nadia Belneeva / Henrik Giese

 

 

 Feraturing Music by:

Incubus

Evanescence

Placebo

Guano Apes

Metallica

“Mir kommt es darauf an,

dass lebendige, singende

Menschen auf der

Bühne stehen.“

(Giancarlo Menotti)

 

Emotionsgeladen

Große Gefühle, große Dramatik, dafür ist Oper genau das richtige Medium. Selbst wenn sie im kleinen Rahmen, im immer noch sympathisch improvisiert wirkenden Haus 73 auf der Schanze gegeben wird. Fünf Darsteller und ein Pianist reichen aus, um die Emotionen hohe Wellen schlagen zu lassen.

Madame Flora bessert sich ihr Einkommen mit Aufträgen als "Medium" zu verstorbenen Kindern auf. Während sie in Trance zu versinken schient, spielt ihre Tochter Monica die toten Kinder. Doch eines Tages hat Madame Flora selbst während einer Seance ein Erscheinung: Sie spürt eine kalte Hand eines Toten auf ihrer Schulter. Tief getroffen durch ihr Erlebnis, das ihre Grundfeste rührt, tritt sie in ihrer Umgebung wild um sich und zerstört schließlich alles, was sie doch zu erhalten suchte.

Die Regisseurin Nadine Hellriegel hat den Stoff und die Musik von Gian Carlo Menotti interessanter Weise um Musik von Placebo, Tori Amos oder Metallica bereichert. So aktualisiert sie die emotionsgeladenen Ausdrucksformen des 19.Jahrhunderts um einige des 20. und 21.. Die zwei Hauptdarstellerinnen machen ihre Sache gut, besonders Rebekka Reister beeindruckt in ihrer differenzierten Darstellung der Tochter, die einem Putzzwang unterliegt, um gegen die Dominanz ihrer autoritären Mutter still zu rebellieren. Corinna Meyer-Esche bevorzugt für ihre Madame eher die großen theatralischen Gesten. Einfühlsam begleitet der Pianist durch den Abend und bindet auch die vom Band eingespielten Stücken geschickt in sein Spiel mit ein.

Das Bühnenbild bediente sich der neben surreal anmutenden Lichtregie haupt-sächlich der schönen Hintergrundkulisse, die der Blick auf das erleuchtete Schulterblatt durch die große Fensterfront freigab.

www.hamburgtheater.de

“Die kleinen, gereinigten Gegenstände

Offenbaren einen Zustand

der Nicht-Existenz

In der Küche stehe ich

 mit gebrochenem Herzen

Ich warte, dass du dich wieder zeigst

Gefährtin die sich im Bett zusammenkauert

Die schlechtere Hälfte meiner selbst

Wir verbringen schlechte Nächte

Du machst mir Angst

Dennoch, ich liebe dich.“

(Michel Houellebecq)

 

 

  

 

 

 

 

 

          


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